Da liegt er brach, mein Blog. Dabei ist immer was los, viel passiert und es gäbe genug zu erzählen. Aber das Alltagsrad hat mich oft fest im Griff und dann mach ich es eben doch wieder nicht. Jetzt gibts aber mal ein Update!
Erfreulicherweise gibt es vor allem Schönes zu erzählen.
Der Urlaub in Kroatien war herrlich! Zwar war es noch ziemlich frisch, was ich total unterschätzt hatte, haha, aber ich hab mich SO erholt! Am Meer sitzen, gemütlich in den Ort spazieren, gut essen, sich unterhalten…







Jack und ich waren viel an den Wochenenden mit Hetty unterwegs zum campen. Ich war ja nie ein großer Fan von Urlaub in Österreich, aber jetzt entdecke ich, wie schön das sein kann. Aufgrund von Hauptsaison und Ferien suche ich immer wahllos kleine Badeseen mit Campingplatz heraus und dort hängen wir dann gemütlich herum und lassen es uns gut gehen. Immer möglichst nicht zu weit weg, damit nicht viel von der wertvollen Zeit fürs Fahren drauf geht. Wir waren in Tschechien, am Grundlsee, bei einer Oldtimer-Bulli-Ausfahrt, in Irdning und Tragöß. Tatsächlich sind wir beim vorletzten Campingausflug dann aber auch zum ersten Mal liegen geblieben. Auf der Fahrt nach Hause ging der Motor plötzlich zwei mal aus. Wir haben uns gerade noch so auf den Parkplatz eines Gasthauses gerettet und dort erstmal in den Motorraum geschaut. Großes Entsetzen, der Zahnriemen war zur Hälfte durchgescheuert. Warum der sich auf eine Seite verabschiedet und dort an der Abdeckung gerieben hat, lässt sich im Nachhinein nicht mehr wirklich feststellen. Aber wir hatten Glück! Ein Riss des Riemens hätte unweigerlich in einem Motorschaden geendet und letztlich war es mit einem neuen Riemen getan.
Ein bisschen Kühlwasserverlust haben wir gerade, scheinbar von einem (neuen!) Ausgleichsbehälter.
Ansonsten arbeiten wir gerade an den beiden mittleren Fenstern, da kommen jetzt endlich Schiebefenster rein, die Fensterrahmen müssen dazu aber repariert werden (Rost…).








Unser geplanter Urlaub beim Tantra Festival in Lettland im Mai wurde leider nichts, weil ich just am Abend davor richtig krank wurde. Glücklicherweise hat die Versicherung die Flugkosten erstattet und die Tickets konnten wir mit wenig Verlust verkaufen. Somit waren wir dann im Juni ersatzweise eine Woche in der Toskana – allerdings mit dem Auto statt mit Hetty. Das war schön aber auch stressig, weil ich mal wieder ehrgeizig war und die allertollste Route planen und Jack alle schönen Orte zeigen wollte. Mehrere Stunden Fahrt bei großer Hitze pro Tag waren aber letztlich oft einfach nur anstrengend. Nichtsdestotrotz haben wir das Meer, Florenz und herausragendes Essen genossen und es uns auch gut gehen lassen.
Auf der Heimfahrt wäre uns auf der Autobahn fast noch ein Reifen abgefallen, haha – wir waren wohl mit dem Nachziehen der Radmuttern nachlässig. Es wird daraus gelernt, soviel ist sicher!











Ein unerfreulicher Zwischenfall – und auch irgendwie autobezogen – ist im Mai passiert, als Jack einen kleinen Unfall hatte. Im Stress und weil die Dame auf die Tränendrüse gedrückt hat, hat er nicht die Polizei gerufen und sich auf die Aussagen der Frau verlassen. Nun hat sich herausgestellt, dass diese den Unfall gar nicht ihrer Versicherung gemeldet hat. Wir haben das jetzt nachgeholt und hoffen sehr sehr sehr, dass die den Schaden übernehmen. Der ist zwar nicht sehr groß, aber eine wirklich gute Reparatur inkl. Teil-Lackierung wäre trotzdem teuer und für Jack nicht leicht zu stemmen. Menschlich ist die Enttäuschung und Wut auch groß bei uns beiden.
Achja und zusätzlich hat unser Versicherungsmensch uns auch überhaupt nicht geholfen bei dem ganzen Prozedere, weshalb wir uns da jetzt auch jemand kompetenteren suchen werden.

Nun aber zu noch mehr positivem: Jack hat den Job an der Uni bekommen und arbeitet mittlerweile 20 Stunden pro Woche. Nach seinem Abschluss (die Masterarbeit muss er noch schreiben) hat er die Aussicht auf eine 30h Anstellung, was ziemlich cool wäre. Ich werde meine Wochenarbeitszeit mit Anfang nächsten Jahres auch auf 30 reduzieren, worauf ich mich riesig freue!
Unsere Terrasse ist nun auch benützbar (das Geländer fehlt noch, aber wer aufpasst, darf trotzdem raus, hehe) und dann waren wir auch noch auf einem Festival. Selbiges war wirklich schön, nicht so riesig, mit super Akustik, gemütlichem Gelände und sehr guter Essensauswahl. Nur der Fußmarsch zwischen Gelände und Campingplatz war zach – nachts noch 30 minuten den steilen Berg hochschlurfen ist semi lustig. Und ich habe festgestellt, dass es für mich einfach nicht mehr dasselbe ist. Ich hab so viele Bands gesehen, ich empfinde nicht mehr die gleich Aufregung wie früher. Ich möchte nicht den ganzen Tag neben meinem Auto sitzen und warten, bis die Bands anfangen. Somit waren wir auch relativ oft getrennt unterwegs am Festival, Jack hat 1001 Freunde gefunden, haha, und ordentlich Action gehabt, während ich einen Nachmittag im nahe gelegenen Freibad entspannt und früh schlafen gegangen bin. Wir waren aber auch gemeinsam im Moshpit und hatten Spaß zusammen.




Ebenfalls großartig ist, dass Jack seine ADHS Diagnostik machen konnte. Und ja, sie fiel aus wie erwartet. Für uns beide war und ist das unheimlich wichtig. Für Jack, weil er jetzt für so vieles in seinem Leben eine Erklärung hat und nicht mehr denken muss, er sei „komisch“. Für uns beide, weil es jetzt Möglichkeiten gibt, die Symptome abzumildern – dazu hat er Ende Oktober einen Termin bei einer Psychiaterin.
Jack ist immer noch manchmal traurig, weil er sagt, er wünschte sich, er hätte die Diagnose und Behandlung schon früher bekommen – vieles wäre wohl einfacher und weniger belastend gewesen. Er wird nun, auf Empfehlung des diagnostizierenden Psychologen, auch noch einen Autismus-Test machen.
Dann hatte ich auch noch Besuch von Christin. Ja, die Christin, die ich 2023 auf Koh Phangan kennen gelernt habe und die ich seither auch nicht getroffen hatte (wir sind beide viel beschäftigt, hihi). Ach und das war schön! Es war nur ein Abend, aber die guten Gespräche haben sich sofort wieder vertraut angefühlt…
Und wo wir schon bei Koh Phangan sind: Ich fliege wieder hin! Ganz bald sogar, genauer in 9 Tagen. Und alleine.
Ich hab ja schon einige Zeit das Gefühl gehabt, dass ich gern mal wieder alleine verreisen würde. September ist Nebensaison in Thailand, so dass die Preise richtig niedrig sind im Vergleich und Koh Phangan ist nunmal DER Herzensort für mich. 2,5 Wochen werde ich dort einfach mit mir sein, genießen und an Themen arbeiten, tanzen und schwimmen. Vorsatz: ganz viele Kokosnüsse trinken und Drachenfrüchte essen!
Was Jack dazu gesagt hat, als ich ihm mitgeteilt habe, dass ich allein dort Urlaub machen möchte? Er meinte, er würde auf jeden Fall ein wenig traurig sein, weil ich ihm fehlen werde und weil er Thailand ja auch sehr liebt. Aber dass er mir 100% vertraut, sich mega für mich freut und er nur will, dass ich ihm Milo-Schokoriegel mitbringe.
Ist das nicht absolut wunderbar? Kein einengen, kein Misstrauen – nur Mitfreuen und Gönnen und Freiheit und Liebe. Dafür bin ich so wahnsinnig dankbar. Ganz generell ist diese Beziehung die mit Abstand beste und gesündeste, die ich je hatte. Wir schnauzen uns auch mal ordentlich an und sind wütend, aber wir haben keine großen Dramen, keine wiederkehrenden Differenzen. Wir kennen uns und unsere Eigenheiten, Schwächen und Bedürfnisse. Ja, da sind auch mal Missverständnisse und Ärger, aber es geht gefühlt einfach nie ins „Gemeine“, es bleibt Respekt und Liebe. So darfs gern den Rest unseres Lebens bleiben.

Jack fliegt übrigens auch allein weg – in die englische Heimat im Oktober nämlich, und auch für fast 3 Wochen. Dies mal auch nicht zum Arbeiten, so dass er hoffentlich viel Zeit mit seinen Freunden und zum genießen hat. Für ein verlängertes Wochenende komme ich dann auch vorbei. Mir fehlt England und daher freu ich mich darauf umso mehr.
Oh und Anfang Dezember besuchen uns dann Jacks Eltern zum ersten mal in Österreich! Alle sind schon sehr aufgeregt, vor allem die Eltern (seine sprechen nur englisch, meine Mama nur deutsch, haha) und ich freue mich riesig.
Ja nun, das sind die News, glaub ich. Ich hab natürlich auch noch Zeit mit meiner Familie und Freunden verbracht, war im Kino und gut essen, hab gearbeitet und mich geärgert – aber doch weitaus mehr gefreut. Ich freu mich auf einen goldenen Herbst und melde mich dann demnächst mit traumhaften Bildern von meinem geliebten Koh Phangan. Genießt den Sommer ihr Lieben!








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